Natürlich wird man im Wasserbett nicht seekrank! Die
Beweglichkeit seines Wasserbettes kann jeder selbst wählen. Es gibt
ganz unterschiedlich "beruhigte" Wassermatratzen,
die von sehr beweglich bis völlig unbeweglich sein können. Dies
wird vom Innenleben der Wassermatratze bestimmt, das bei einer beruhigten
Matratze aus einer wählbaren Anzahl von Vlieseinlagen besteht. Am
besten lassen sich diese Vlieseinlagen mit einem Schwamm vergleichen - je
dicker der Schwamm, desto ruhiger die Wassermatratze.
Allerdings empfiehlt es sich, die Beruhigung erst nach
ausgiebigem Probeliegen und keine zu stark beruhigte Matratze zu wählen.
Jeder ist erstaunt darüber, wie schnell man sich an die sehr
angenehme, leichte Bewegung einer Wassermatratze gewöhnt. Auch ein Baby,
das man in den Armen wiegt, wird sich schließlich nicht übergeben
(hoffentlich), sondern friedlich einschlummern.
Etwas Bewegung gehört einfach zum Wasserbett dazu.
Ein Wasserbett ist nicht weich, es paßt sich nur einfach dem Körper an. Herkömmliche Matratzen können zu weich oder zu hart sein, weil sie darauf beruhen, daß etwas zusammengedrückt wird - sei es nun ein Federkern, Latex, Schaumstoff o.ä. Das Wasserbett funktioniert aber gerade deshalb, weil Wasser nicht zusammengedrückt werden kann. Das Wasser wird stattdessen verdrängt, und weil Wasser flüssig ist, paßt es sich den Körperformen optimal an - und dies in jeder Lage. über die "Härte" und "Weiche" der Wassermatratze entscheidet die Füllmenge. Schon wenige Liter Wasser mehr oder weniger machen die Wassermatratze "härter" oder "weicher". Man kann den "Härtegrad" einer Wassermatratze also individuell einstellen und auch jederzeit verändern. Und außerdem unterliegt die Wassermatratze keinem Verschleiß, denn durchliegen können Sie eine Wassermatratze nicht. Nach Jahren der Benutzung ist die Wassermatratze also immer noch wie neu.
Erstmal schläft man im Wasserbett wesentlich ruhiger,
weil die Matratze sich dem Körper optimal anpaßt, und es keine
unbequeme Schlafposition gibt. Liegt man zu zweit auf einer Wassermatratze,
überträgt sich die Bewegung des Partners mehr oder weniger stark,
je nach Beruhigung der Matratze. Will man dies vermeiden, so kann man sein
Doppelbett mit zwei getrennten Wassermatratzen ausstatten - dann überträgt
sich die Bewegung natürlich nicht.
Da die beiden Wassermatratzen in so einem ""Dual-System"
direkt aneinander liegen, entsteht dennoch keine Besucherritze, und auch
wenn man mal kreuz und quer im Bett liegt, hat man unter sich eine durchgehende
Liegefläche. Weitere Vorteile des "Dual-Systems": jeder kann
seine Wassermatratze entsprechend seinem Körpergewicht "härter" oder "weicher"
befüllen und auch die Temperatur seiner Wassermatratze individuell wählen.
Das Wasserbett wird im Winter und auch im Sommer von einer Wasserbettheizung temperiert. Natürlich wäre die Wassermatratze sonst zu kalt und würde den Körper auskühlen. Durch die regelbare Wasserbettheizung hat das Wasserbett eine gleichbleibende, angenehme Temperatur, die man individuell, auch je nach Jahreszeit wählen kann - das Wasser muß aber mindestens 27°C warm sein.
Die modernen Wasserbettheizungen verursachen praktisch keinen Elektrosmog. Die elektromagnetischen und Spannungsfelder eines solchen Heizsystems sind minimal und über der Wassermatratze kaum noch meßbar. Aber wenn sie dadurch ruhiger schlafen, können sie das Heizsystem über Nacht getrost ausschalten. Das Wasser kühlt über Nacht praktisch nicht ab.
Das Wasserbett ist ja auch keine Wasserader. Die schädliche Strahlung, die angeblich von einer Wasserader ausgeht, dürfte wohl daher rühren, daß das Wasser fließt. Nicht das Wasser wäre dann also "schädlich", sondern dessen Strömung. Da ein Wasserbett nicht fließt, hat es auch keine Strömung - ganz im Gegenteil.
Nur wenn ein Elefant aus zehn Metern Höhe draufspringt - und auch dann nur vielleicht. Die Wassermatratze steht, wenn sie richtig befüllt ist, nicht unter Druck. Der geringe Flächendruck, der entsteht, wenn man im Wasserbett liegt, verteilt sich absolut gleichmäßig auf vier bis acht Quadratmeter Matratzenfolie und kann unmöglich zum Platzen einer Wassermatratze führen.
Für den Fall einer Beschädigung der Wassermatratze ist vorgesorgt. Die Wasserblase liegt in einer auslaufsicheren Schutzfolie - der sogenannten Sicherheitshülle - die das wenige Wasser, das bei einem Leck austritt, auffängt. Und wenn ein oder zwei Liter Wasser ausgetreten sind, dann merkt man es bereits und kann die undichte Stelle reparieren - oft ohne die Wassermatratze entleeren zu müssen.
Das Gewicht eines Wasserbettes mit einer Füllhöhe von ca. 21 bis 23 Zentimetern beträgt zwischen 300 und 900 Kilogramm, die sich auf eine Fläche von zwei bis vier Quadratmetern verteilen. Das heißt, pro Quadratmeter wiegt das Bett etwa 150 bis 200 Kilogramm. Wenn drei Personen, die auch etwa soviel wiegen, auf einem Quadratmeter stehen, wird die Decke, selbst in einem Altbau, wohl kaum durchbrechen. Zahlreiche statische Gutachten belegen, daß eine funktionstüchtige Holzbalkendecke durchaus in der Lage ist, das Gewicht eines Wasserbettes auch auf lange Sicht zu tragen. Es existiert sogar ein Gerichtsurteil, in dem die Klage eines Vermieters gegen seinen Mieter, sein Wasserbett, das in einem Jugendstilhaus der Jahrhundertwende steht, zu entfernen, abgewiesen wurde. Im Zweifelsfalle empfehlen wir, einen Statiker zu Rate zu ziehen.